Fürst von Schlehe

Groß und mächtig präsentiere ich mich Dir in der Natur.


Ich brauche viel Platz zum Wachsen. Damit ich groß und stark für Dich werde. Ich bin ein sommergrüner, buschig ausladender Wildstrauch

mit etwa 4 m Höhe und 2-4 m Breite. Kann aber auch noch höher werden.


Mein Wurzelsystem ist flach, dafür sehr ausgeprägt.


Meine Rinde hat eine sehr dunkle, fast schwärzliche Farbe. Je älter ich werde, umso mehr zerreist meine Rinde in schmale Streifen.

Die Rinde meiner jungen Triebe weist eine rotbraune Färbung auf, ist feinsamtig behaart und verkahlt mit zunehmendem Alter von mir.


Die Form meiner Äste ist rundlich. Auf diesen wachsen viele Kurztriebe. Diese sind meist dornspitzig. Somit vorsichtig sein, beim Pflücken meiner Beeren! Meine Äste, mit den Kurz- und Langtrieben, sind oft sperrig, hin- und her gebogen und sehr verzweigt. Ich bilde mehr Kurztriebe als Langtriebe. Dadurch wachse ich sehr langsam und dichttriebig.


Kann dennoch bis zu 40 Jahre alt werden.


Eine Besonderheit von mir ist, dass ich zuerst blühe und danach kommen meine Blätter zum Vorschein.


Ich habe weiße, einzeln sitzende, dicht gehäuft stehende Blüten, welche auf meinen kurzen, nackten Trieben Blütentrauben bilden. Sie haben einen Durchmesser von 1-1,5 cm und duften ähnlich einer Mandelblüte. Einfach himmlisch! Meine Blüten sind eine gute Salat Zugabe.


Meine Blätter, welche nach den Blüten wachsen, sind wechselständig, eiförmig und mattgrün. Die Blattoberseite ist etwas runzelig, dunkler und am Rand fein gesägt. 2-4 cm werden meine Blätter lang und die Hälfte breit.
Junge Blätter sind an ihrer Unterseite flaumig behaart. Je älter ich werde, umso kahler werden meine Blätter.
Auch die Blattfarbe ändert sich dann in mattgrün. Im Herbst bekommen sie einen unauffälligen, leicht gelblichen Farbton. Etwas später werfe ich mein Laub ab.


Meine Steinfrüchte wachsen an einem aufrechten, kurzen Fruchtstiel. Sie haben eine kugelige Form, 6-18 mm im Durchmesser, sind anfangs grün und im ausgereiften Zustand blauschwarz bereift. D. h. sie sind mit einer feinen Wachsschicht überzogen.


Der Steinkern meiner Frucht ist doppel spitzig und schaut kugelig bis linsenförmig aus. Seine Größe beträgt etwa 9 mm Länge, 6 mm Breite und er hat eine raue Oberflächenstruktur.


Das Fruchtfleisch meiner Früchte ist sehr sauer. Nach einem kräftigen Frost wird es schmackhaft und bekömmlicher. Meine Früchte kannst

Du roh, als auch in verschiedenen gekochten Varianten essen.


Wo findest Du mich?


An Wegrändern, lichte Wälder, Steinbrüche, Hecken und Feldränder wachse ich gerne. Auch auf Stilllegungsflächen und Halbtrockenrasen triffst Du mich an.


Zum Wachsen und Gedeihen bevorzuge ich kalkhaltige Böden.


Ich liebe die Gesellschaft der Hagebutte und des Weißdorns.


Wann blühe ich und wann trage ich blauschwarze Früchte für Dich?


Ich blühe für Dich von März bis Mai. Lange bevor meine Blätter treiben.


Ab Oktober reifen meine Früchte für Dich.


Allerdings solltest Du den ersten guten Frost abwarten, bevor Du meine Früchte erntest. D. h. nicht mogeln mit Deiner Gefriertruhe. Das Warten lohnt sich für Dich auf jeden Fall!
Meine Früchte findest Du auch noch im Dezember. Sie bleiben den ganzen Winter über an meinem Strauch.
Es sei denn, die Vögel naschen sie.


Welche Teile kannst Du von mir verwenden?


  • Wurzelrinde
  • Rinde
  • Dornen
  • Blätter
  • Blüten
  • Früchte
  • Steine
  • Fruchtstiele


Wann werde ich am besten gesammelt?


  • Meine Wurzelrinde kannst Du im Oktober und November ernten. Bitte vor den Frösten.
  • Meine Rinde und Dornen sammelst Du vor meinen Blüten. Denk dran. Nur so viel ernten, wie Du brauchst. Ansonsten
    schädigst Du mich. Am besten im Februar oder Anfang März.
  • Meine Blätter sammelst Du nach der Blütezeit. Wenn diese frisch treiben sind sie am besten für Dich. Also Juni und Juli.
  • Meine Blüten kannst Du von Ende März bis April, evtl. auch noch im Mai sammeln.
  • Meine Früchte, Steine und Fruchtstiele sammelst Du ab September bis Dezember. Bitte nach dem ersten starken Frost.


Sammelhinweis

Natürlich sammelst Du, wo nicht gespritzt und gedüngt ist. Auch nicht am Straßenrand. Hundeurin ist auch nicht so „schmackhaft“.

Am besten „quer Feld ein“.


Über welche Inhaltsstoffe verfüge ich?


Meine Wurzelrinde enthalten Gerbstoffe.


Meine Blüten enthalten Rutin, Quercitrin, Hyperodis, Flavonide, Gerbstoffe.


Meine Blätter enthalten Bitterstoffe, Flavonide, Gerbstoffe.


Meine Früchte enthalten viel Vitamin C, B1, B2, B6, Vitamin K, Anthozyane, Gerbstoffe, Zucker, organische Säuren,
Flavonoide, Mineralstoffe besonders Mangan.


Meine Steine enthalten Amygdalin (Blausäureglycosid)


Eigne mich hervorragend zur Herstellung von


  • Tee - Mus
  • Zahnpasta - Chutney
  • Öl - Kompott
  • Sirup - Oliven-Ersatz
  • Likör - Wärmekissen
  • Fruchtaufstriche - Öl
  • Saft


Woher ich meinen Namen habe?

Mein Name kommt aus dem altdeutschen „sleha“. Dies bedeutet bläulich. Da meine Beeren einen bläulichen Farbton haben. Außerdem ist meine Rinde sehr dunkel, fast schwarz. Deswegen werde ich auch gerne „Schwarzdorn“ genannt.


Neugierig auf mehr?


Sollte Euer "Wissensdurst" durch das, was Ihr bis jetzt über mich erfahren habt, noch nicht gestillt sein, empfehle ich Euch den Menüpunkt "Angebote". Hier offenbart sich ein großer "Wissensschatz" für Euch über Wirkung, Anwendung, Eigenschaften, Signaturenlehre und Pflanzenastrologie von mir oder vielen anderen Pflanzenwesen.


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